30. Juli 2007
Ein erster Blick auf den Hamburger CSD 2007
Samstag war der erste Tag der Pride-Week im sogenannten Pride House an der Alster. Zunächst hatten wir unseren Safer Sex Workshop, welcher zwar nicht so voll war, die Gespräche aber dafür sehr gut. Und gleich im Anschluss gab es dann noch erstmals das berühmt-berüchtigte "Porno-Karaoke". Als Unterstützung hatten sich Mutti Madonna & Gardist Esteban da ihre Ordensdame Valery Pearl mit dazu geholt. Und es war ein voller Erfolg. Zunächst mussten die Anwesenden erst einmal ein bisschen locker gemacht werden, aber dann gab es wahre Stöhn-Künstler unter den Zuschauern. Ich meine, wenn schwule Männer heterosexuelle Pornofilme so grandios neu vertonen, wie hier, dann kann man wirklich viel Spaß haben.
Nach dem Spaß ging es Sonntag erst einmal wieder etwas ernster zu. Wir zeigten nämlich im Pride House um 15.30 Uhr den hochkarätig besetzten und sehr guten Film "The Laramie Project". Ein Film über die Entstehung des gleichnamigen Theaterstücks nach dem gewaltsamen Tod von Matthew Shepard.
Am heutigen Montag (30.7.) wird es dann "sportlich". Um 19.30 Uhr sind wir Veranstalter der Podiumsdiskussion: "Schwule & Lesben im Fußball - Zwei Welten prallen aufeinander". Moderiert von dem freien Sportjournalisten Stefan Grothoff werden Corny Littmann (Präsident des FC St. Pauli), die Redakteure Oliver Lück und Rainer Schäfer (RUND Magazin), Spieler der Fußballmannschaft des schwul-/lesbischen Sportvereins Startschuss und Mitglieder von Queerpass, dem schwulen Fanclub des FC St. Pauli Rede und Antwort stehen.
Am Dienstag geht es dann zum CSD-Empfang der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Mittwoch wird es wieder sportlich, denn dann sind die Mutti & Esteban wieder Schied- bzw. Linienrichter bei der KICK OFF-Sportswearparty im Toms.
Nach einer kurzen Verschaufpause am Donnerstag geht es dann Freitag in die heiße Phase des Hamburger CSDs.
Eure
Mutti Madonna
18. Juli 2007
Novizin goes Bundeshauptstadt
Part 1, das Pfingstwochenende
Meine erste Pilgerreise, war etwas besonderes für mich. Zum einen, das meine Mutter und das Hamburger Haus mir als Novizin so viel Vertrauen entgegenbrachte und mich zum Gemeindedienst nach Berlin entsende und zum 2., weil ich eine Schwester wieder sehen sollte, die mich damals mit geprägt hatte und den Indulgenten Geist in mir weckte, Priorin Schwester Miss-Styque.
Samstags . 17:30:
Meine Ankunft in der Indulgenten Abtei meine Freude war unbeschreiblich gewesen, als ich nun endlich wieder vor Schwester Miss-Styque und Schwester Lotte Lux stand. Als erstes führte mich die beiden Schwestern durch die Abtei und zeigten mir die Gegebenheiten, immerhin wollte man ja vermeiden das sich eine kleine Novizin dort verlaufen könnte. Nach meinen Rundgang (ich muss ja zugeben, ein sehr schicke Abtei die die beiden Bewohnen), saß man sich erstmal hin und schwelgte in Erinnerung von dem ersten Treffen, damals in Köln Irgendwann wurden wir dann aus den Schwelgen der Erinnerung durch ein Klingeln der Abtei Tür unterbrochen und ich lerne nun auch endlich Schwester Luise Cerulea und Gardist Andy kennen, mit denen ich ja nur bis dato sehr viele schöne Virtuelle Stunden verbringen durfte.
Dann ging es so langsam los irgendwie kam es mir vor, wie bei einen Brettspiel, treu dem Motto, wir verteilen nun die Nonnen Schar in der Abtei zum Aufrüschen, immerhin wollten die Berliner Schwestern mir an diesem Abend einmal die Berliner Gemeinde zeigen. Irgendwann hatten wir alles es dann geschaft, das Make up saß, der Fummel war gerafft und los sollte es gehen, ab ins Nachtleben der Berliner Szene. Ich muss ja gestehen, das es schon etwas Ungewohnt war, zum ersten Mal in einer Szene zu gehen, die man ja nun überhaupt nicht kannte.
Der Streifzug über den Nollendorfplatz, Maringdamm und den Anschließenden Besuch im Haus B empfand ich als sehr angenehm, nicht nur durch die lieben Menschen die man an diesen Abend gesehen hat, sondern auch durch die wunderbare Betreuung die ich erfahren durfte, durch die Schwestern und den Gardisten. Ich kam mir in keiner Minute an diesem Abend irgendwie, wie das sprichwörtliche 5 Rad vor, eher das Gegenteil, sie vermittelten mir das Gefühl, als man schon ewig zusammen Arbeiten würde und ich hatte an diesen Abend einen riesen Spaß gehabt.
Sonntags - Karneval der Kulturen - Uhrzeit ? Irgendwie Morgens
Also ich kann es jeden empfehlen, in der Abtei zu schlafen nicht nur das die Abtei ein wunderbaren und bequemen Schlafplatz hat, auch der Weck-Service ist einmalig liebevoll gewesen. An diesen Morgen sollte ich dann auch eine weites Mitglied der Indulgenten Abtei kennen lernen, Novizin Miss-Jane.
Nach einen leckeren Frühstück, welches bei mir ja aus meiner geliebten Buttermilch besteht, ging es dann auch wieder los, mit dem Aufrüschen. Wie an dem Abend davor, fing das Nonnenverteilspielchen an, eine recht nette Musik wurde aufgelegt und los ging es, Malen nach Zahlen
Irgendwann, wann wir nun genau Fertig waren, entzieht sich meinen Kenntnissen im nachhinein, was aber nicht wichtig ist, haben wir die Körbe uns gekrallt und sind los gedüst ich frage mich, ob wir Novizinnen alle den gleichen Fahrstil haben, denn Miss-Janes Fahrstil erinnerte mich doch recht stark an den meinen Dann kamen wir an, Sr. Lusise Cerulea und Gardist Andi waren bereits Vorort. Nach einigen Lächeln in der Kamera ging es dann los zum Aufstellen. Es ist ein recht einmaliges Erlebnis dieser Karneval der Kulturen, was man schlecht mit anderen Veranstaltungen vergleichen kann.
Die Parade und die Menschen, die dort waren, waren einmalig. Leider war an diesem Tag das Wetter nicht ganz auf unserer Seite, während der Parade wechselte sich der Sonnenschein mit dem Regen ab, welches aber in kleinster weise auf die Laune der Menschen niedergeschlagen hat. Auch wenn das Orant mehr als feucht wurde, so war es eine ganz super liebe Aktion gewesen einige Situationen werde. Ich nie vergessen, so zum Beispiel die Aufopfernde Fürsorge von Gardist Herr Andi, sobald die ersten Tropfen vom Himmel vielen, stand er mit einen Regenschirm mir zur Seite und war sehr drum Bemüht, mich trocken zu halten, oder eine Novizin Miss-Jane, die mich an einen Werbespot erinnerte und nicht zu Bremsen war, man könnte sagen und wenn sie es kein Parade Ende gäbe, würd sie heute noch Tanzen
Ein ganz Besonderes Highlight für mich war es dann, das ich die F.S.P.I. getroffen habe und kurz die Hochehrwürdige Mutter Janny Fair von Bene Gesserit und ihre Novizin Viginie de Florèe kennen lernen durfte
20. Juni 2007
Die sportliche Mutti
Und ja, es gibt sogar Fotos:
Im Hamburger Abendblatt war die Mutti dann auch noch erwähnt, aber das was da so geschrieben stand, habe ich sooo nie gesagt. Alleine den "alten Lampenschirm auf dem Kopf" nehme ich dem Herrn Reporter heute noch übel. Das ist kein Lampenschirm, sondern LampenFOLIE, dass ist ein ziemlicher Unterschied. :-) Kann man mit einem Klick auf das Bildchen schön nachlesen, was ich meine...
Bleibt noch zu erwähnen:
Die Läufer von der Schornsteinfegerinnung gingen mit Zylindern an den Start, andere trugen T-Shirts in den Farben ihrer Firma oder ihres Sportklubs: Am Sonnabend zeigten viele Hamburger Herz und Ausdauer. 20.813 gemeldete Teilnehmer – 8.400 mehr als im vergangenen Jahr – starteten in 744 Mannschaften beim 6. HSH Nordbank Run durch die HafenCity – ein Spendenlauf für unsere Aktion „Kinder helfen Kindern“. Das Abendblatt sagt Danke und zeigt heute alle Teams im Foto – in einem 32 Seiten starken kostenlosen Magazin. Die Teilnehmer erliefen 104.315 Euro – doppelt so viel wie 2006. „Kinder helfen Kindern“ unterstützt damit die Aktion „...und los!“ der Hamburger Sportjugend. Kindern aus sozial schwachen Familien soll so die Mitgliedschaft in Sportvereinen ermöglicht werden.
6. Februar 2007
Die Schwestern bei GAL-Neujahrsempfang 2007
2. Februar 2007
3 Jahre UNISEX
Dieses und andere Bilder findet ihr auf "Schwules Hamburg". Ach ja, und die Cover-Boy-Wahl für das Magazin "Du & Ich" lief ja auch noch, alle Mutigen findet ihr hier. Die Fotos würden übrigens von Damian Collard (aka Novizin Tamsin Arachnea Tebaldi O.P.I. Berlin) gemacht.
27. Dezember 2006
Mutti & Gardist mal sportlich...
21. Dezember 2006
Ordensdame & Ordensdame
Es handelt sich dabei um keine Geringere als Valery Pearl. Leider war ihr Leibsklave wohl etwas betrunken, dass beide Bilder, die er gemacht hat, leicht verschwommen sind. Na ja, zumindest ein bißchen was kann man trotzdem erkennen. :-)
12. August 2006
CSD in Hamburg
Der Freitag begann mit "Muttis Kaffeetrinken" der offiziellen Versammlung des Hauses Hamburg. Und es gab eine dicke Überraschung, ich wurde von Mutter Madonna offiziell in den Stand einer Schwester berufen ! Unsere Postulantin Inari Edna Mana Glamour wurde in den Stand einer Novizin erhoben. Besonderer Gast war unsere Ordensdame Schwester Vesta Rose.
Nach dem Kaffee trinken besuchten wir noch in Zivil das Strassenfest am Jungfernstieg. Aber schon gegen Zehn ging es wieder zur Mutti nach Hause, am nächsten Tag mußten wir früh raus um rechtzeitig zur Parade fertig zu sein. Sr. Vesta, Novizin zur Engelin Angelina und ich waren bei der Mutti untergebracht. Die Nacht war etwas unruhig, ich konnte kaum schlafen und die Mutti ergriff um zwei Uhr morgens die Flucht ins P.I.T Ich vertrieb mir die Zeit mit Zeitung lesen in der Küche.
Um sieben standen dann alle auf und die Dusch- und Schminkorgie begann. Pünktlich um 10 Uhr trafen wir mit Gardist Esteban und Novizin Inari bei Mario im Cut´n Cruise ein. Die Mutti hatte uns am Vortag noch eine Überraschung versprochen und die kam auch kurz darauf in Person von Schwester Aphrodite Androgynia Apassionata Benedikta - die Einzigartige Angel Thalia Euphoria Absurdum auf ewigen Abwegen S.P.I. die Lange Reihe herunter.
Die Freude war groß eine so "altgediente" Schwester kennen zu lernen.

Um elf sollte die Parade beginnen, doch diesmal gab es, ganz untypisch für Hamburg eine Verzögerung. Das Wetter war, ebenfalls untypisch, sehr schön und so machte uns die Wartzeit nicht viel aus. In der Langen Reihe bis zur Mönkebergstrasse waren auch sehr viele Zuschauer am Strassenrand und so konnte ich einiges an Kondomen und Gummibärchen verteilen. Gardist Esteban sammelte eifrig Spenden. Gummibärchen undBonbons haben wir so eifrig verteilt, das Mutter Madonna in der Mönkebergstrasse Nachschub im Bärentreff holen mußte.
Nov. zur Engelin Angelina, Novizin Edna Inari
Sr. Desi, Nov. Inari, Nov. Angelina, Gardist Esteban, Sr. Vesta Rose
Danach war es, wie immer, mit den Zuschauern etwas lau. Aber am Jungfernstieg war der Teufel los. Um 18 Uhr war die Schweigeminute, zum Gedenken an alle die an AIDS verstorben sind. Gegen 19 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zur Mutti, völlig verschwitzt und ziemlich müde. Das tolle Wetter hat eben nicht nur gute Seiten. Nachdem wir uns dann abgeschminkt hatten gingen wir noch Abendessen. Diese Nacht schlief ich dann wenigsten gut. Nur die Mutti ...siehe oben.... ich hätte es vielleicht doch mit Baldrian für Muttis Nerven versuchen sollen.
Am Sonntag stürzten wir uns dann nochmals ins Getümmel am Jungfernstieg. Wir trafen Daphne DeBakel, die amtierende Mutter aus Berlin und Jörgen, Missionarin in Rostock. Besonders gefreut habe ich mich das die ehemalige Hamburger Mutter Stella unseren Weg kreuzte. Gegen 20 Uhr beendeten wir unseren Rundgang und ebenso den CSD Hamburg.
3. Mai 2006
Das Haus Hamburg & Erasure
So wurde also im Foyer gesammelt und nach dem Konzert ging es zur After-Show-Party in die Kantine des Schauspielhauses. Dort hat leider aus unterschiedlichen Gründen nicht alles reibeunglos geklappt und so mußten wir dann erst mal von den schon versammelten Gästen den Eintritt nachträglich "eintreiben". Auch Lose für die Tombola sollten unter die Leute gebracht werden.
Am Ende des Abends waren insgesamt 362,58 € zusammen gekommen. Wir werden noch ein bißchen dazutun und dann in den nächsten Wochen diesen Betrag der Initiative "Kinder & Aids" zukommen lassen.
2. März 2006
10 Jahre SPI - Die Party
Mittags ging es dann los. Ich fuhr mit unserer Postulantin zur Engelin, Angelina, zur Mutti nach Hamburg. Das Auto voll mit Fleischbällchen, Sekt und sonstigem Kleinkram. Bei der Mutti angekommen wurde das Auto geräumt und ich fuhr mit Mt. Madonna los um Sr. Vesta vom ZOB und Sr. Ute und Christoph, den Fotographen, vom Bahnhof abzuholen. Schwestern reisen immer mit großem Gepäck, unter zwei Koffern/Taschen geht gar nix. Aber irgendwie haben wir es geschafft alles in unserem Miniauto unterzubringen. Bei Mt. Madonna angekommen wurde erstmal ausgiebig geklönt und Kaffee getrunken.
Dann packten wir unsere Essens- und Getränkevorräte sowie die Deko für´s PIT wieder ins Auto und los ging es. Zuerst zu Gardist Esteban, der uns die selbstgebackenen Kuchen und Torten mitgab. Am PIT angekommen wurden wir schon erwartet. Also, wieder Auto geräumt und dann an die Arbeit. Die Bilder von Attila (www.ad-fotos.de) mußten noch aufgehängt werden, ebenso die Bilder die die Geschichte des Hauses Hamburg dokumentierten. Leider hielten die angebrachten Bilderhaken das Gewicht der Bilder nicht aus und so mußte ich los um Schraubhaken zu holen. Dadurch verzögerte sich natürlich wieder alles.
Kaum war ich mit den Haken zurück, stellte sich heraus, das Mt. Madonna die "Geschichtsbilder" zu Hause vergessen hatte. Also fuhr sie los um die Bilder zu holen und wir vertrieben uns die Zeit mit Bilderhaken einschrauben. Endlich um 19 Uhr waren wir fertig, also alle Mann ins Auto und ab zu Madonna zum auffummeln.
Um 21 Uhr sollte die Party beginnen, fünf Minuten vorher stürmten wir das PIT, wo unser Erzengel Moritz schon sehnsüchtig auf uns wartete. Die ersten Gäste waren auch schon eingetroffen. Allerdings stellten wir fest, das wir die Spendendosen bei Madonna vergessen hatten. Also bekam der Erzengel den ehrenvollen Auftrag, die Dosen mit meinem Auto bei Madonna abzuholen.
Gegen halb zehn waren dann auch fast alle geladenen Gäste da. Die Schwestern Agnetha, Tallulah, Suffragette und Glossa sowie Gardist Harthor aus Köln labten sich an dem dargebotenen Sekt. Erzäbtissin Mutter Johanna war ebenso zu gegen wie Schwester BarBitchKa vom OPI Berlin, die ehemaligen Hamburger, Mutter Stella, Engelin Cassandra, Schwester Lydia und unser Engel Sebastian. Auch unser Haus- und Hofphotograph Attila war zugegen.

Sehr glücklich waren wir über den Besuch von Lilo Wanders, die in ihrer Sendung „Wa(h)re Liebe“ die Hamburger Schwestern das erste Mal der breiten Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Lilo wurde von Mutter Madonna zur Ordensdame des Hauses Hamburg ernannt, als Dank für ihre Verdienste um die Schwestern.

4. Dezember 2005
Welt-Aids-Tag in Hamburg
Zuerst ist zu erwähnen, dass die geplante Aids-Benefiz-Gala am 19.11. nur eine Woche vor der Veranstaltung mangels Interesse abgesagt werden mußte. In meinen Augen war das u.a. aber auch in den teilweise hohen Eintrittspreisen (z.B. 149,- Euro für Dinner, Gala und Party) begründet. Das bedeutete also, dass Hamburg - immerhin die zweitgrößte Stadt in Deutschland - keine große Aids-Benefiz-Veranstaltung mehr auf die Beine bekommt. Eigentlich ein Armutszeugnis.
Die vergangene Woche begann am Dienstag mit einem "Fachgespräch zu den steigenden HIV-Zahlen in Hamburg". Eingeladen hatte die GAL-Bürgerschaftsfraktion uns so gab es einen runden Tisch mit Vertretern verschiederer Institutionen, die im Aids-Berich tätig sind. Nach einem Bericht eines Arztes der HIV-Station im UKE Hamburg gab es dann Berichte u.a. von der Aids-Hilfe, der Aidsseelsorge und verschiedenen Prostituierten-Organisationen. Alles in allem kann man sicher sagen, dass wieder vermehrt Arbeit im Bereich der Prävention auf uns zukommen wird. Und dieses nicht nur im schwulen Bereich!
Am Mittwoch gab es dann den traditionellen Candle Light Walk. Leider läßt hier von Jahr zu Jahr das Interesse auch immer mehr nach. Wenn es hoch kommt, waren da ca. 50 Teilnehmer dabei. Aber andererseits ist es auch nicht verwunderlich, dass man in HH dieses nicht mal mehr mitbekommt, denn von der früheren Strecke Rathaus - Mönckebergstraße zu Hein & Fiete ist zunächst ein Marsch durch St. Georg (auf einer Nebenstraße!) zu einem Marsch durch
Eppendorfer Nebenstraßen geworden. Schade!
Anschließend agbe es den Aids-Gottestdienst (zur Erinnerung: Hamburg hat schon seit Jahren eine Aids-Seelsorge). Anschließend waren die Mutti und Esteban noch kurz in St. Georg unterwegs, und obwohl die Läden alle relativ wenig besucht waren, haben die Anwesenden doch gut gespendet. Das ist mir zumindest mal ein Lob wert!
Am Donnerstag dann gab es den traditionellen Senatsempfang. Hier wurden wir erstmals auch eingeladen, was ja nun wirklich fast 10 Jahre gedauert hat. Natürlich hat der Staatsrat aus der Gesundheitsbehörde die bereits gemachten und für kommendendes Jahr noch geplanten Kürzungen im Gesundheitsbereich gerechtfertigt. Allerdings gab es dann auch unverhofft Kritik des Gastredners, eines Arztes der BzgA, welcher anmahnte, dass wieder verstärkt in Prävention investiert werden muß. Allerdings liegt wegen dieser Kürzungen die Aids-Hilfe im Moment etwas im Clinch mit der Gesundheitsbehörde bzw. dem Senat, so dass sie sogar einen eigenen "Alternativen WAT-Empfang" zur gleichen Zeit veranstalteten.
Am Freitag ging es dann zu einer kleinen aber feinen Gemeinschaftsaktion unter dem Titel "Die Familie hilft". So hatten sich die WunderBar, die Macher der Party "Familienkombinat", Das Cafe Gnosa und das Bellini zu dieser Aktion zusammen geschlossen. (interessanter Weise übrigens fast alles Läden, die von uns einen Haussegen bekommen haben - die WunderBar bekam ihren an eben diesen Abend). Der Eintritt, die Gehälter, das Trinkgeld und der Inhalt von Muttis Spendendose werden in den guten Zweck fließen (das Projekt "Dr. George" beim Stricherprojekt Basis e.V.). Das Ergebnis bekomme ich sicher in den nächsten Tagen mitgeteilt.
In der WunderBar hatte ich dann auch noch ein Erlebnis, was ich hier kurz erwähnen möchte, denn ich finde es durchaus wichtig. Da kam nämlich jemand zu mir, den ich schon einge Zeit von Sehen her kenne. Und der hat sich dann eben seinen Frust und seinen Liebeskummer von der Seele geredet, mit allem was dazu gehört, angefangen von Tränen in den Augen bis dahin, dass die Mutti ihn tröstend in den Arm nimmt. (und da sag ich dann auch mal: Scheiß aufs Make Up!) Ich denke, genau sowas macht eben auch die Arbeit einer Schwester aus, und nicht nur Party, Party, Party.
Am kommenden Freitag findet dann noch der zweimonatliche Hamburger Arbeitskreis Aids (HAA) satt, mal sehen, was da noch so für Berichte kommen.
Und zu guter Letzt noch etwas in eigener Sache:
Das Haus Hamburg feiert 10-jähriges Bestehen
Wann: Freitag, 13.01.2006, ab 21.00 Uhr (geladene Gäste), ab 23.00 Uhr
öffentliche Party
Wo: PIT, Pulverteich 17, 20099 Hamburg
13. August 2005
Strassenfest oder die Schwestern und der Wettergott
Und es war wieder ein Abenteuer. Schon die Fahrt nach Hamburg entwickelte sich zu einer nervenzerreisenden Angelegenheit. Ich hatte die Wahl zwischen 30 km Stau oder 80 km zähfließendem Verkehr. Ich entschied mich für zähfließend, was sich auch als positiv erwies, denn so schlimm war es dann gar nicht. Allerdings hatte mir mal wieder keiner gesagt, das die Hamburger Innenstadt gesperrt war, wegen des Holsten Triathlon.... also kam auch noch eine kleine Stadtrundfahrt dazu.
Mit zwei Stunden Verspätung kam ich dann bei Mutti an. Schnell in den Fummel und geschminkt und schon ging es los in Richtung Pulverteich.
Das Wetter war mal wieder typisch Norddeutsch - kalt und windig. Am Strassenfest angekommen trafen wir zuerst unseren Gardisten in Klausur, Esteban, und nach einem kurzen Klön kam auch schon der Besuch aus Berlin, Sr. Rosa la Ola. Gemeinsam zogen wir los, Kondome verteilen und Spenden für Hein & Fiete sammeln. Bei Kaffee und Kuchen wärmten wir uns dann kurz auf.
Leider war das Strassenfest wegen des schlechten Wetters nicht besonders gut besucht.
Sr. Rosa verließ uns gegen 19 Uhr. Mt. Madonna und ich sammelten noch ein bischen, bis wir uns vor einem Platzregen retten mußten. Der Platzregen ging dann über in einen Dauerregen mit eiskalten Windböen, so daß wir beschlossen, die Aktion abzubrechen. Doch das Beste kam zum Schluß - als wir endlich wieder bei Mutti in ihrem Stadtteil angekommen waren, war der Himmel strahlend blau und es hatte den ganzen Tag keinen Tropfen geregnet.
13. Juli 2005
Schwestern on Tour oder Der Mtr. Madonna Effekt
Bei PositHIV wurden wir mit Kaffee begrüßt, die Spendendosen wurden verteilt und wir machten uns auf den Weg, aufgeteilt in zwei Gruppen. Anfangs lief es noch relativ gut, mit der Spendenbereitschaft, aber je stärker der Regen wurde, desto weniger waren die Menschen bereit stehen zu bleiben. Am Ende der Straße traf ich dann auf Mtr. Madonna und Dirk. Wir zogen gemeinsam weiter und was ich da beobachten konnte lies mich an meinem Verstand zweifeln.
Mtr. Madonna ging vor uns - und wir hatten trotz regem Fußgängerverkehrs immer einen breiten freien Streifen vor uns. Die Menschen sahen die Mutti, und bogen sofort ab in Geschäfte, Seitenstrassen oder Hauseingänge. Und wenn das nicht möglich war drückten sie sich an den Hauswänden entlang. Ich dachte ich sehe nicht richtig. Die hatten doch glatt Angst vor unserer Mutti. Normalerweise ist die Mutti der Blickfang der Veranstaltungen, gerade wegen ihr werden wir angesprochen. Verstehe einer die Landeier *kopfschüttel*
Gegen 14 Uhr mußten wir die Aktion abbrechen. Der Regen war einfach zu stark und es brachte nichts mehr ein. Nach einem weiteren Kaffee und Geburtstagskuchen fuhren wir ohne weitere Verkehrsbehinderungen wieder nach Hamburg wo strahlend schönes Wetter herrschte....