30. Juli 2007
Ein erster Blick auf den Hamburger CSD 2007
Samstag war der erste Tag der Pride-Week im sogenannten Pride House an der Alster. Zunächst hatten wir unseren Safer Sex Workshop, welcher zwar nicht so voll war, die Gespräche aber dafür sehr gut. Und gleich im Anschluss gab es dann noch erstmals das berühmt-berüchtigte "Porno-Karaoke". Als Unterstützung hatten sich Mutti Madonna & Gardist Esteban da ihre Ordensdame Valery Pearl mit dazu geholt. Und es war ein voller Erfolg. Zunächst mussten die Anwesenden erst einmal ein bisschen locker gemacht werden, aber dann gab es wahre Stöhn-Künstler unter den Zuschauern. Ich meine, wenn schwule Männer heterosexuelle Pornofilme so grandios neu vertonen, wie hier, dann kann man wirklich viel Spaß haben.
Nach dem Spaß ging es Sonntag erst einmal wieder etwas ernster zu. Wir zeigten nämlich im Pride House um 15.30 Uhr den hochkarätig besetzten und sehr guten Film "The Laramie Project". Ein Film über die Entstehung des gleichnamigen Theaterstücks nach dem gewaltsamen Tod von Matthew Shepard.
Am heutigen Montag (30.7.) wird es dann "sportlich". Um 19.30 Uhr sind wir Veranstalter der Podiumsdiskussion: "Schwule & Lesben im Fußball - Zwei Welten prallen aufeinander". Moderiert von dem freien Sportjournalisten Stefan Grothoff werden Corny Littmann (Präsident des FC St. Pauli), die Redakteure Oliver Lück und Rainer Schäfer (RUND Magazin), Spieler der Fußballmannschaft des schwul-/lesbischen Sportvereins Startschuss und Mitglieder von Queerpass, dem schwulen Fanclub des FC St. Pauli Rede und Antwort stehen.
Am Dienstag geht es dann zum CSD-Empfang der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Mittwoch wird es wieder sportlich, denn dann sind die Mutti & Esteban wieder Schied- bzw. Linienrichter bei der KICK OFF-Sportswearparty im Toms.
Nach einer kurzen Verschaufpause am Donnerstag geht es dann Freitag in die heiße Phase des Hamburger CSDs.
Eure
Mutti Madonna
22. Juli 2007
Anpfiff - Anstoß & Tor!?
Bis 23 Uhr achten wir auf strikten Dresscode! Umkleideräume sind vorhanden, und auch die Duschen können nach einem hoffentlich heißen Match genutzt werden.
Linienrichter Micco an der Tür ist wie immer nur durch Tequila zu bestechen. Unser Mittelfeldspieler hinterm Tresen achtet auf die konsequente Einhaltung der Spielregeln und greift bei Bedarf ins Spielgeschehen ein!
Als Schiedsrichter werden wieder Mutter Madonna Erotica von Bitch & Virgin von den Schwestern der Perpetuellen Indulgenz und Gardist Esteban fungieren. Damit ihr nicht auf der Strafbank landet, halten sie natürlich wieder Kondome und Gleitcreme parat.
Die Fakten:
”Kick Off – Sportswear-Party”
Stadion: Toms Saloon
Anpfiff: Mittwoch, 01. August 2007, 19 Uhr
Strikter Dresscode!
Unsere CSD Hamburg-Termine 2007
19.00 – 21.00 Uhr
Es sei Dir gesagt, was safe ist...
Safer-Sex-Workshop
PRIDE HOUSE
21.00 – 23.00 Uhr
Porno-Karaoke
PRIDE HOUSE
Sonntag, 29. Juli 2007
15.30 – 17.30 Uhr
The Laramie Project
Filmvorführung
PRIDE HOUSE
Montag, 30. Juli 2007
19.30 – 21.30 Uhr
Zwei Welten prallen aufeinander – Schwule & Lesben im Fußball
Podiumsdiskussion
PRIDE HOUSE
Dienstag, 31. Juli 2007
19.00 Uhr
CSD-Empfang der SPD-Bürgerschaftsfraktion
Rathaus, Kaisersaal
Mittwoch, 01. August 2007
19.00 – 23.00 Uhr
KICK OFF
Sportswearparty
Tom’s Salon
Freitag, 03. August 2007
23.00 Uhr
Clubs United – CSD-Opening-Party
Punto Medio
Europapassage
Samstag, 04. August 2007
12.00 Uhr (11.00 Uhr)
Start der Parade
Lange Reihe (Ende Gnosa/1000 Töpfe)
Unsere Startnummer: 6
20. Juni 2007
Die sportliche Mutti
Und ja, es gibt sogar Fotos:
Im Hamburger Abendblatt war die Mutti dann auch noch erwähnt, aber das was da so geschrieben stand, habe ich sooo nie gesagt. Alleine den "alten Lampenschirm auf dem Kopf" nehme ich dem Herrn Reporter heute noch übel. Das ist kein Lampenschirm, sondern LampenFOLIE, dass ist ein ziemlicher Unterschied. :-) Kann man mit einem Klick auf das Bildchen schön nachlesen, was ich meine...
Bleibt noch zu erwähnen:
Die Läufer von der Schornsteinfegerinnung gingen mit Zylindern an den Start, andere trugen T-Shirts in den Farben ihrer Firma oder ihres Sportklubs: Am Sonnabend zeigten viele Hamburger Herz und Ausdauer. 20.813 gemeldete Teilnehmer – 8.400 mehr als im vergangenen Jahr – starteten in 744 Mannschaften beim 6. HSH Nordbank Run durch die HafenCity – ein Spendenlauf für unsere Aktion „Kinder helfen Kindern“. Das Abendblatt sagt Danke und zeigt heute alle Teams im Foto – in einem 32 Seiten starken kostenlosen Magazin. Die Teilnehmer erliefen 104.315 Euro – doppelt so viel wie 2006. „Kinder helfen Kindern“ unterstützt damit die Aktion „...und los!“ der Hamburger Sportjugend. Kindern aus sozial schwachen Familien soll so die Mitgliedschaft in Sportvereinen ermöglicht werden.
3. April 2007
Sportlich, sportlich...
Kondome statt Dome
Alle wichtigen Infos gibt es hier in den nächsten Tagen. Die Kernzeit der Demonstration wird zwischen 14.00 und 18.00 Uhr liegen.
8. Februar 2007
KICK OFF – die Weltmeister-Party
Für alle Liebhaber von Sportswear, Sneaker und Sox wird das Toms am Mittwoch, 14. Februar zum Sportplatz und öffnet bereits 19 Uhr!
Bis 23 Uhr achten wir auf strikten Dresscode! Umkleideräume sind vorhanden, und auch die Duschen können nach einem hoffentlich heißen Match genutzt werden.
Linienrichter Micco an der Tür ist wie immer nur durch Tequila zu bestechen. Mittelfeldspieler Andy hinterm Tresen achtet auf die konsequente Einhaltung der Spielregeln und greift bei Bedarf ins Spielgeschehen ein!
Als Schiedsrichter können wir Mutter Madonna Erotica von Bitch und Virgin von den Schwestern der Perpetuellen Indulgenz in ihrem sexy Sportdress begrüßen. Unterstützt wird sie von ihrem Adjudanten. Damit ihr nicht auf der Strafbank landet, halten sie natürlich wieder Kondome und Gleitcreme parat.
Die Fakten:
”Kick Off – Sportswear-Party”
Stadion: Toms Saloon
Anpfiff: Mittwoch, 14. Februar, 19 Uhr
Strikter Dresscode!
21. Dezember 2006
Ordensdame & Ordensdame
Es handelt sich dabei um keine Geringere als Valery Pearl. Leider war ihr Leibsklave wohl etwas betrunken, dass beide Bilder, die er gemacht hat, leicht verschwommen sind. Na ja, zumindest ein bißchen was kann man trotzdem erkennen. :-)
28. November 2006
X-Mas Pride in Hamburg
Welt-Aids-Tag 2006
Am eigentlichen WAT, nämlich dem 1.12., geht es dann morgens los mit der Teilnahme am Senatsempfang im Rathaus. Und um 15.00 Uhr starten wir dann in der Zagobar mit unserem Benefiz-Kaffeeklatsch.
Am Abend werden wir dann noch einen Bummel über die Lange Reihe machen, um dann anschließend zu einer Benefizparty unter dem Titel "Red, Hot & Pit" im PIT anzukommen.
12. August 2006
CSD in Hamburg
Der Freitag begann mit "Muttis Kaffeetrinken" der offiziellen Versammlung des Hauses Hamburg. Und es gab eine dicke Überraschung, ich wurde von Mutter Madonna offiziell in den Stand einer Schwester berufen ! Unsere Postulantin Inari Edna Mana Glamour wurde in den Stand einer Novizin erhoben. Besonderer Gast war unsere Ordensdame Schwester Vesta Rose.
Nach dem Kaffee trinken besuchten wir noch in Zivil das Strassenfest am Jungfernstieg. Aber schon gegen Zehn ging es wieder zur Mutti nach Hause, am nächsten Tag mußten wir früh raus um rechtzeitig zur Parade fertig zu sein. Sr. Vesta, Novizin zur Engelin Angelina und ich waren bei der Mutti untergebracht. Die Nacht war etwas unruhig, ich konnte kaum schlafen und die Mutti ergriff um zwei Uhr morgens die Flucht ins P.I.T Ich vertrieb mir die Zeit mit Zeitung lesen in der Küche.
Um sieben standen dann alle auf und die Dusch- und Schminkorgie begann. Pünktlich um 10 Uhr trafen wir mit Gardist Esteban und Novizin Inari bei Mario im Cut´n Cruise ein. Die Mutti hatte uns am Vortag noch eine Überraschung versprochen und die kam auch kurz darauf in Person von Schwester Aphrodite Androgynia Apassionata Benedikta - die Einzigartige Angel Thalia Euphoria Absurdum auf ewigen Abwegen S.P.I. die Lange Reihe herunter.
Die Freude war groß eine so "altgediente" Schwester kennen zu lernen.

Um elf sollte die Parade beginnen, doch diesmal gab es, ganz untypisch für Hamburg eine Verzögerung. Das Wetter war, ebenfalls untypisch, sehr schön und so machte uns die Wartzeit nicht viel aus. In der Langen Reihe bis zur Mönkebergstrasse waren auch sehr viele Zuschauer am Strassenrand und so konnte ich einiges an Kondomen und Gummibärchen verteilen. Gardist Esteban sammelte eifrig Spenden. Gummibärchen undBonbons haben wir so eifrig verteilt, das Mutter Madonna in der Mönkebergstrasse Nachschub im Bärentreff holen mußte.
Nov. zur Engelin Angelina, Novizin Edna Inari
Sr. Desi, Nov. Inari, Nov. Angelina, Gardist Esteban, Sr. Vesta Rose
Danach war es, wie immer, mit den Zuschauern etwas lau. Aber am Jungfernstieg war der Teufel los. Um 18 Uhr war die Schweigeminute, zum Gedenken an alle die an AIDS verstorben sind. Gegen 19 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zur Mutti, völlig verschwitzt und ziemlich müde. Das tolle Wetter hat eben nicht nur gute Seiten. Nachdem wir uns dann abgeschminkt hatten gingen wir noch Abendessen. Diese Nacht schlief ich dann wenigsten gut. Nur die Mutti ...siehe oben.... ich hätte es vielleicht doch mit Baldrian für Muttis Nerven versuchen sollen.
Am Sonntag stürzten wir uns dann nochmals ins Getümmel am Jungfernstieg. Wir trafen Daphne DeBakel, die amtierende Mutter aus Berlin und Jörgen, Missionarin in Rostock. Besonders gefreut habe ich mich das die ehemalige Hamburger Mutter Stella unseren Weg kreuzte. Gegen 20 Uhr beendeten wir unseren Rundgang und ebenso den CSD Hamburg.
3. Mai 2006
Das Haus Hamburg & Erasure
So wurde also im Foyer gesammelt und nach dem Konzert ging es zur After-Show-Party in die Kantine des Schauspielhauses. Dort hat leider aus unterschiedlichen Gründen nicht alles reibeunglos geklappt und so mußten wir dann erst mal von den schon versammelten Gästen den Eintritt nachträglich "eintreiben". Auch Lose für die Tombola sollten unter die Leute gebracht werden.
Am Ende des Abends waren insgesamt 362,58 € zusammen gekommen. Wir werden noch ein bißchen dazutun und dann in den nächsten Wochen diesen Betrag der Initiative "Kinder & Aids" zukommen lassen.
19. März 2006
Mutter, Gardist und die Porno-Stars...
2. März 2006
10 Jahre SPI - Die Party
Mittags ging es dann los. Ich fuhr mit unserer Postulantin zur Engelin, Angelina, zur Mutti nach Hamburg. Das Auto voll mit Fleischbällchen, Sekt und sonstigem Kleinkram. Bei der Mutti angekommen wurde das Auto geräumt und ich fuhr mit Mt. Madonna los um Sr. Vesta vom ZOB und Sr. Ute und Christoph, den Fotographen, vom Bahnhof abzuholen. Schwestern reisen immer mit großem Gepäck, unter zwei Koffern/Taschen geht gar nix. Aber irgendwie haben wir es geschafft alles in unserem Miniauto unterzubringen. Bei Mt. Madonna angekommen wurde erstmal ausgiebig geklönt und Kaffee getrunken.
Dann packten wir unsere Essens- und Getränkevorräte sowie die Deko für´s PIT wieder ins Auto und los ging es. Zuerst zu Gardist Esteban, der uns die selbstgebackenen Kuchen und Torten mitgab. Am PIT angekommen wurden wir schon erwartet. Also, wieder Auto geräumt und dann an die Arbeit. Die Bilder von Attila (www.ad-fotos.de) mußten noch aufgehängt werden, ebenso die Bilder die die Geschichte des Hauses Hamburg dokumentierten. Leider hielten die angebrachten Bilderhaken das Gewicht der Bilder nicht aus und so mußte ich los um Schraubhaken zu holen. Dadurch verzögerte sich natürlich wieder alles.
Kaum war ich mit den Haken zurück, stellte sich heraus, das Mt. Madonna die "Geschichtsbilder" zu Hause vergessen hatte. Also fuhr sie los um die Bilder zu holen und wir vertrieben uns die Zeit mit Bilderhaken einschrauben. Endlich um 19 Uhr waren wir fertig, also alle Mann ins Auto und ab zu Madonna zum auffummeln.
Um 21 Uhr sollte die Party beginnen, fünf Minuten vorher stürmten wir das PIT, wo unser Erzengel Moritz schon sehnsüchtig auf uns wartete. Die ersten Gäste waren auch schon eingetroffen. Allerdings stellten wir fest, das wir die Spendendosen bei Madonna vergessen hatten. Also bekam der Erzengel den ehrenvollen Auftrag, die Dosen mit meinem Auto bei Madonna abzuholen.
Gegen halb zehn waren dann auch fast alle geladenen Gäste da. Die Schwestern Agnetha, Tallulah, Suffragette und Glossa sowie Gardist Harthor aus Köln labten sich an dem dargebotenen Sekt. Erzäbtissin Mutter Johanna war ebenso zu gegen wie Schwester BarBitchKa vom OPI Berlin, die ehemaligen Hamburger, Mutter Stella, Engelin Cassandra, Schwester Lydia und unser Engel Sebastian. Auch unser Haus- und Hofphotograph Attila war zugegen.

Sehr glücklich waren wir über den Besuch von Lilo Wanders, die in ihrer Sendung „Wa(h)re Liebe“ die Hamburger Schwestern das erste Mal der breiten Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Lilo wurde von Mutter Madonna zur Ordensdame des Hauses Hamburg ernannt, als Dank für ihre Verdienste um die Schwestern.

14. Dezember 2005
10 Jahre S.P.I Hamburg
Am Freitag, den 13. Januar 2006 wird um 23.00 Uhr offiziell der zehnjährige Geburtstag der „Schwestern der Perpetuellen Indulgenz zu Hamburg e.V.“ gefeiert. Im Januar 1996 gab es das erste offizielle Treffen der Gründungsmitglieder des Hamburger Ablegers der gemeinnützigen, weltweit agierenden Organisation „Schwestern der Perpetuellen Indulgenz“ (kurz S.P.I.).
Die Ursprünge dieser Organisation liegen im Jahr 1979 in San Francisco. Die Hauptaufgabe der S.P.I. besteht darin, Aids-Prävention zu leisten und Gelder für unterschiedliche Aids-Projekte zu sammeln. In den vergangenen 10 Jahren konnten so rund 15.000 Euro an verschiedenste Projekte vergeben werden, darunter beispielsweise die Aids-Hilfe Hamburg, Hein & Fiete, big spender oder Hamburg Leuchtfeuer.
Im Rahmen dieser Party wollen die Schwestern die letzten zehn Jahre Revue passieren lassen. Hinzu kommt eine Musikmischung, die hauptsächlich die vergangenen zehn Jahre streifen wird. Verantwortlich wird sich dafür DJ K Pet Experience zeigen. Weiterhin wird es eine Bilderausstellung zur Arbeit der vergangenen Jahre ebenso wie einige aktuelle Aufnahmen des Fotografen Attila Erüstün geben. Weitere Überraschungen sind geplant.
Die Daten:
Date: Freitag, 13. Januar 2006, ab 23:00 Uhr
Location: PIT, Pulverteich 17, 20099 Hamburg
Eintritt: 6,- Euro (davon 2,- Euro Spendenanteil)
4. Dezember 2005
Welt-Aids-Tag in Hamburg
Zuerst ist zu erwähnen, dass die geplante Aids-Benefiz-Gala am 19.11. nur eine Woche vor der Veranstaltung mangels Interesse abgesagt werden mußte. In meinen Augen war das u.a. aber auch in den teilweise hohen Eintrittspreisen (z.B. 149,- Euro für Dinner, Gala und Party) begründet. Das bedeutete also, dass Hamburg - immerhin die zweitgrößte Stadt in Deutschland - keine große Aids-Benefiz-Veranstaltung mehr auf die Beine bekommt. Eigentlich ein Armutszeugnis.
Die vergangene Woche begann am Dienstag mit einem "Fachgespräch zu den steigenden HIV-Zahlen in Hamburg". Eingeladen hatte die GAL-Bürgerschaftsfraktion uns so gab es einen runden Tisch mit Vertretern verschiederer Institutionen, die im Aids-Berich tätig sind. Nach einem Bericht eines Arztes der HIV-Station im UKE Hamburg gab es dann Berichte u.a. von der Aids-Hilfe, der Aidsseelsorge und verschiedenen Prostituierten-Organisationen. Alles in allem kann man sicher sagen, dass wieder vermehrt Arbeit im Bereich der Prävention auf uns zukommen wird. Und dieses nicht nur im schwulen Bereich!
Am Mittwoch gab es dann den traditionellen Candle Light Walk. Leider läßt hier von Jahr zu Jahr das Interesse auch immer mehr nach. Wenn es hoch kommt, waren da ca. 50 Teilnehmer dabei. Aber andererseits ist es auch nicht verwunderlich, dass man in HH dieses nicht mal mehr mitbekommt, denn von der früheren Strecke Rathaus - Mönckebergstraße zu Hein & Fiete ist zunächst ein Marsch durch St. Georg (auf einer Nebenstraße!) zu einem Marsch durch
Eppendorfer Nebenstraßen geworden. Schade!
Anschließend agbe es den Aids-Gottestdienst (zur Erinnerung: Hamburg hat schon seit Jahren eine Aids-Seelsorge). Anschließend waren die Mutti und Esteban noch kurz in St. Georg unterwegs, und obwohl die Läden alle relativ wenig besucht waren, haben die Anwesenden doch gut gespendet. Das ist mir zumindest mal ein Lob wert!
Am Donnerstag dann gab es den traditionellen Senatsempfang. Hier wurden wir erstmals auch eingeladen, was ja nun wirklich fast 10 Jahre gedauert hat. Natürlich hat der Staatsrat aus der Gesundheitsbehörde die bereits gemachten und für kommendendes Jahr noch geplanten Kürzungen im Gesundheitsbereich gerechtfertigt. Allerdings gab es dann auch unverhofft Kritik des Gastredners, eines Arztes der BzgA, welcher anmahnte, dass wieder verstärkt in Prävention investiert werden muß. Allerdings liegt wegen dieser Kürzungen die Aids-Hilfe im Moment etwas im Clinch mit der Gesundheitsbehörde bzw. dem Senat, so dass sie sogar einen eigenen "Alternativen WAT-Empfang" zur gleichen Zeit veranstalteten.
Am Freitag ging es dann zu einer kleinen aber feinen Gemeinschaftsaktion unter dem Titel "Die Familie hilft". So hatten sich die WunderBar, die Macher der Party "Familienkombinat", Das Cafe Gnosa und das Bellini zu dieser Aktion zusammen geschlossen. (interessanter Weise übrigens fast alles Läden, die von uns einen Haussegen bekommen haben - die WunderBar bekam ihren an eben diesen Abend). Der Eintritt, die Gehälter, das Trinkgeld und der Inhalt von Muttis Spendendose werden in den guten Zweck fließen (das Projekt "Dr. George" beim Stricherprojekt Basis e.V.). Das Ergebnis bekomme ich sicher in den nächsten Tagen mitgeteilt.
In der WunderBar hatte ich dann auch noch ein Erlebnis, was ich hier kurz erwähnen möchte, denn ich finde es durchaus wichtig. Da kam nämlich jemand zu mir, den ich schon einge Zeit von Sehen her kenne. Und der hat sich dann eben seinen Frust und seinen Liebeskummer von der Seele geredet, mit allem was dazu gehört, angefangen von Tränen in den Augen bis dahin, dass die Mutti ihn tröstend in den Arm nimmt. (und da sag ich dann auch mal: Scheiß aufs Make Up!) Ich denke, genau sowas macht eben auch die Arbeit einer Schwester aus, und nicht nur Party, Party, Party.
Am kommenden Freitag findet dann noch der zweimonatliche Hamburger Arbeitskreis Aids (HAA) satt, mal sehen, was da noch so für Berichte kommen.
Und zu guter Letzt noch etwas in eigener Sache:
Das Haus Hamburg feiert 10-jähriges Bestehen
Wann: Freitag, 13.01.2006, ab 21.00 Uhr (geladene Gäste), ab 23.00 Uhr
öffentliche Party
Wo: PIT, Pulverteich 17, 20099 Hamburg
26. Oktober 2005
Wir sind Schmutzpatron
Jetzt steht noch ein Fototermin für die MoPo an.
30. September 2005
Es steht ein großes Fest in Haus
Das Haus Notre Dame Sainte Diana zur Freien und Hansestadt Hamburg feiert im Januar 2006 sein 10jähriges Bestehen. Es ist damit das älteste, noch bestehende, Haus in Deutschland.
Geplant ist ein Empfang und viele kleinere Aktionen aber auch das erste Hamburger Entenrennen soll organisiert werden.
10 Jahre ist ein Grund zu feiern, aber noch lange kein Grund sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen - nach dem Motto: "Es gibt viel zu tun, packen wir es an", wollen wir in diesem Jubeljahr noch wesentlich mehr dafür tun, das sich die Krankheit AIDS nicht weiter ausbreitet.
4. September 2005
Folsom Europe in Berlin
Alles begann mit einem Vorwort das der Regierende Bürgermeister Wowereit für das Folsomprogramm schrieb. Alle mischten bei der Diskrminierung des Folsom + BM Wowereit mit, an der Spitze natürlich die bekannte Zeitung mit den vier Buchstaben die aus einem Treffen von Fetischfreunden ein perverses Sado-Maso Treffen machte und aus Wowi sowas wie eine "Kinderschänder" ......
Und es gipfelte darin, das ein ominöses Institut einen Bericht veröffentlichte, der einen daran zweifeln läßt ob es noch gesunden Menschenverstand gibt.
http://home.snafu.de/bifff/aktuell40.htm
13. August 2005
Strassenfest oder die Schwestern und der Wettergott
Und es war wieder ein Abenteuer. Schon die Fahrt nach Hamburg entwickelte sich zu einer nervenzerreisenden Angelegenheit. Ich hatte die Wahl zwischen 30 km Stau oder 80 km zähfließendem Verkehr. Ich entschied mich für zähfließend, was sich auch als positiv erwies, denn so schlimm war es dann gar nicht. Allerdings hatte mir mal wieder keiner gesagt, das die Hamburger Innenstadt gesperrt war, wegen des Holsten Triathlon.... also kam auch noch eine kleine Stadtrundfahrt dazu.
Mit zwei Stunden Verspätung kam ich dann bei Mutti an. Schnell in den Fummel und geschminkt und schon ging es los in Richtung Pulverteich.
Das Wetter war mal wieder typisch Norddeutsch - kalt und windig. Am Strassenfest angekommen trafen wir zuerst unseren Gardisten in Klausur, Esteban, und nach einem kurzen Klön kam auch schon der Besuch aus Berlin, Sr. Rosa la Ola. Gemeinsam zogen wir los, Kondome verteilen und Spenden für Hein & Fiete sammeln. Bei Kaffee und Kuchen wärmten wir uns dann kurz auf.
Leider war das Strassenfest wegen des schlechten Wetters nicht besonders gut besucht.
Sr. Rosa verließ uns gegen 19 Uhr. Mt. Madonna und ich sammelten noch ein bischen, bis wir uns vor einem Platzregen retten mußten. Der Platzregen ging dann über in einen Dauerregen mit eiskalten Windböen, so daß wir beschlossen, die Aktion abzubrechen. Doch das Beste kam zum Schluß - als wir endlich wieder bei Mutti in ihrem Stadtteil angekommen waren, war der Himmel strahlend blau und es hatte den ganzen Tag keinen Tropfen geregnet.