1. Juli 2005

Ein kleiner Einblick...

...in die Arbeit und die Herkunft der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz:

An Ostern 1979 traten die Schwesten zum ersten Mal in das Licht der Öffentlichkeit. Drei schwule Männer als Nonnen verkleidet bewachten mit Maschinenpistolen einen Nacktbadestrand in San Francisco.

Die eigentlich Arbeit der Schwestern begann allerdings erst mit der Ausbreitung von AIDS zu Beginn der 80iger Jahre. Sie sammelten Spenden für Menschen die sich mit dem HIV - Virus infiziert hatten oder bereits an AIDS erkrankt waren. Sie betreuten die Bedürftigen und Erkrankten wie richtige Ordensschwestern.

Die erste Informationsbroschüre über Safer Sex wurde von den Schwestern in San Francisco unter dem Namen "Play fair" 1982 publiziert. Seitdem haben sich weltweit Menschen jeden Geschlechts und jeglicher sexueller Orientierung in Ordenshäusern zusammen gefunden um diese Arbeit weiter zu führen.

1991 nahm der Orden in Deutschland seine Arbeit auf. Gegründet wurde er von Erzäbtissin Mutter Johanna Indulgentia Tara Maria in Heidelberg. Von da aus trat er seinen Zug durch Deutschland an. Derzeit gibt es aktive Schwestern in Hamburg, Köln und Berlin.

Der Name hat eine doppelte Bedeutung, aus dem amerikanischen übersetzt heißt es: "Die Schwestern der immerwährenden Ausschweifung" aus dem lateinischen : "Die Schwestern des immerwährenden Ablasses". Diese Doppelbedeutung kennzeichnet unsere Arbeit aber sehr treffend.

Wir sammeln Spenden, um Menschen mit HIV und AIDS zu unterstützen, verschenken Kondome und andere Safer-Sex-Utensilien auf Parties und in Szenekneipen, um auf die Möglichkeiten, sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen, aufmerksam zu machen. Und wir klären über sexuell übertragbare Krankheiten und ihre Ansteckungswege auf.

Das Haus Notre Dame Sainte Diana in Hamburg, dem wir angehören, wurde offiziell im Januar 1996 gegründet, Schwestern gibt es in Hamburg allerdings schon seit Mitte 1995.

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